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Wie funktioniert die Ansteckung mit Kopfläusen?

 

Kopflaeuse AnsteckungDie Ansteckung mit Kopfläusen hat nichts mit mangelnder Hygiene oder einer unzureichenden Aufklärung zu tun. Auch sind nicht primär Menschen aus sozial schwachen Familien betroffen, wie früher einmal angenommen wurde. Eine Ansteckung mit Kopfläusen kann also jeden treffen – und das oft unbemerkt. Die Ansteckung mit Kopfläusen geschieht von Kopf zu Kopf. Die kleinen Läuse krabbeln geschickt von einem Kopf zum anderen und sind immer auf der Suche nach einem neuen Wirt. Eine kurze Umarmung oder Ähnliches reicht aus, damit die Läuse von einem Kopf zu anderen gelangen können. Läuse können aber weder fliegen noch springen – über die Entfernung ist eine Ansteckung also nicht möglich.

 

 

Was verursacht eine Ansteckung mit Kopfläusen?

 

Eine Ansteckung mit Kopfläusen kann von Kopf zu Kopf geschehen, hin und wieder auch durch das gemeinsame Benutzen von Haarbürsten oder Handtüchern. Letzteres kommt aber vergleichsweise selten vor. Auf keinen Fall können Läuse, die sich ausschließlich von Blut ernähren, länger als drei Tage ohne Nahrungsaufnahme überleben. Spätestens nach dieser Zeitspanne besteht also ohnehin keine Gefahr mehr, wenn die Läuse auf Textilien zu finden waren. Hinzu kommt, dass die Läuse nur sehr ungern ihren Wirt verlassen, solange kein anderer Kopf in Reichweite ist – man braucht also keine Angst zu haben, dass sie vom Kopf auf ein Handtuch springen und dort gierig warten, bis jemand anderes das Handtuch benutzt. Bei gemeinsamen Haarbürsten ist die Chance einer Ansteckung mit Kopfläusen deshalb etwas größer, weil sie beim Kämmen eventuell zwischen den einzelnen Borsten unfreiwillig hängen bleiben können.

 

Wissenswertes über die Ansteckung mit Kopfläusen

 

Die Ansteckung mit Kopfläusen kann nur durch erwachsene Tiere geschehen. Die Nissen, wie die leeren Eihüllen oder auch die noch bewohnten Eier der Läuse genannt werden, bewegen sich nicht vom Kopf weg. Sie werden von dem Weibchen an der Kopfhaut festgeklebt und wachsen mit der Zeit heraus, zusammen mit dem Haar, an dem sie kleben. Man kann sie nur mit einem speziellen Nissenkamm entfernen, die normale Haarbürste kann ihnen nichts anhaben. Generell gilt aber: Auch bei Lausbefall muss nicht gleich Panik ausbrechen. Man sollte den direkten Kopfkontakt mit der betroffenen Person meiden und nicht die gleichen Textilien und Haarbürsten oder Kämme benutzen.  Beachtet man diese Hinweise, ist eine Ansteckung mit Kopfläusen sehr unwahrscheinlich. Wichtig ist, dass niemand sich wegen eines Lausbefalls schämen muss – fragt man mal Bekannte und Freunde, wird man staunen, wie viele Menschen bereits mit Kopfläusen in Kontakt kamen!1

 

http://www.pediculosis-gesellschaft.de Zugriff: 10.03.2014