Wie funktioniert die Ansteckung mit Kopfläusen

Kopflaeuse AnsteckungDie Ansteckung mit Kopfläusen hat nichts mit mangelnder Hygiene oder einer unzureichenden Aufklärung zu tun. Auch sind nicht primär Menschen aus sozial schwachen Familien betroffen, wie früher einmal angenommen wurde. Eine Ansteckung mit Kopfläusen kann also jeden treffen – und das oft unbemerkt. Die Ansteckung mit Kopfläusen geschieht von Kopf zu Kopf. Die kleinen Läuse krabbeln geschickt von einem Kopf zum anderen und sind immer auf der Suche nach einem neuen Wirt. Eine längere Umarmung oder Ähnliches reicht aus, damit die Läuse von einem Kopf zu anderen gelangen können. Läuse können aber weder fliegen noch springen – über die Entfernung ist eine Ansteckung also nicht möglich.

 

Was verursacht eine Ansteckung mit Kopfläusen?

Eine Ansteckung mit Kopfläusen kann von Kopf zu Kopf geschehen. Steckt man beim Spielen oder auch so die Köpfe dicht zusammen und erwischt dann den korrekten Winkel (waagerecht). Bei einem Winkel von 90° zur Laus entsteht keine Übertragung.

 

Und hier ist das Risiko einer Ansteckung gering 

Eine Ansteckung mit Kopfläusen durch das gemeinsame Benutzen von Haarbürsten oder Handtüchern konnte bislang unzureichend nachgewiesen werden. Auch der Besuch im Schwimmbad ist ungefährlich. Kopfläuse können nämlich max. 30 Minuten in jeder Wasserart überleben. Dies allerdings bewegungsunfähig. Auf keinen Fall können Läuse, die sich ausschließlich von Blut ernähren, länger als drei Tage ohne Nahrungsaufnahme auf Textilien überleben. Spätestens nach dieser Zeitspanne besteht also ohnehin keine Gefahr mehr, wenn die Läuse auf Textilien zu finden waren. Hinzu kommt, dass die Läuse nur sehr ungern ihren Wirt verlassen, solange kein anderer Kopf in Reichweite ist – man braucht also keine Angst zu haben, dass sie vom Kopf auf ein Handtuch springen und dort gierig warten, bis jemand anderes das Handtuch benutzt. Bei gemeinsamen Haarbürsten ist die Chance einer Ansteckung mit Kopfläusen gering, weil sie beim Kämmen eventuell zwischen den einzelnen Borsten unfreiwillig hängen bleiben können. Auf Kopfkissen konnte bei besonders hoch infizierten Personen nach dem Schlafen Kopfläuse erkannt werden.

 

Geringe Gefahr einer Ansteckung

- Haarbürsten

- Textilien

- Böden

- Kuscheltiere

- Schwimmbad

 

Ansteckung von Kopfläusen: Gefahrenzone Schule und Kindergarten

Studien konnten belegen, dass eine Ansteckung mit Kopfläusen in der Schule nur von Kopf zu Kopf stattfinden kann. Denn hier konnten keine Kopfläuse auf dem Fußboden der Klassenräume gefunden werden. Ihr Kind kann sich also nur im Kindergarten oder in der Schule Läuse holen, wenn es den Kopf mit einem bereits infizierten Kind eng zusammensteckt oder länger mit diesem Kopf an Kopf spielt. Geraten Sie daher nicht gleich in Panik, wenn der Kindergarten oder die Schule vor Kopflausbefall warnt. Sie unterliegen der Meldepflicht. Überprüfen Sie Ihr Kind einfach in Ruhe, wenn es nach Hause kommt mit einer Lupe. Sollte sich Ihr Kind schon länger den Kopf kratzen, müssen Sie höchstwahrscheinlich von einem Kopflausbefall ausgehen.

 

Lausinator feuchtes auskaemmen

 

Wissenswertes über die Ansteckung mit Kopfläusen

Die Ansteckung mit Kopfläusen kann nur durch erwachsene Tiere geschehen. Die Nissen, wie die leeren Eihüllen genannten werden, und auch die noch bewohnten Eier der Läuse bewegen sich nicht vom Kopf weg. Sie werden von dem Weibchen an der Kopfhaut festgeklebt und wachsen mit der Zeit heraus, zusammen mit dem Haar, an dem sie kleben. Man kann sie nur mit einem speziellen Nissenkamm entfernen, die normale Haarbürste kann ihnen nichts anhaben. Generell gilt aber: Auch bei Lausbefall muss nicht gleich Panik ausbrechen. Man sollte den direkten Kopfkontakt mit der betroffenen Person meiden und nicht die gleichen Textilien und Haarbürsten oder Kämme benutzen.  Beachtet man diese Hinweise, ist eine Ansteckung mit Kopfläusen sehr unwahrscheinlich. selbst im engsten Familienkreis ist das Risiko eines Befalls mit Kopfläusen eher gering.Wichtig ist, dass niemand sich wegen eines Lausbefalls schämen muss – fragt man mal Bekannte und Freunde, wird man staunen, wie viele Menschen bereits mit Kopfläusen in Kontakt kamen!

 

 

Quellen:

www.pediculosis-gesellschaft.de Zugriff: 10.03.2014

 Meister, L., Ochsendorf, F., Kopfläuse, Deutsches Ärzteblatt 113(45),  2016

 

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