Kopfläuse – Kleine Zeitgenossen mit großer Wirkung

 

KopflaeuseKopfläuse sehen in den Augen der meisten Menschen eher unappetitlich aus und haben einen ähnlichen Charme wie Asseln oder Spinnentiere. Sie gehören zu den Insekten und können sich auf dem Kopf flink bewegen. Das trifft vor allem auf die ausgewachsenen Tierchen zu, die Larven bleiben zunächst eher sesshaft und bewegen sich nur wenig. Daher sind auch nur die ausgewachsenen Kopfläuse ansteckend.

Die Farbe der kleinen Krabbeltiere verändert sich im Laufe der Zeit. Als Larve sind sie transparent und unauffällig. Nach der ersten großen Mahlzeit erscheinen sie durch das Blut rot, im Laufe der Zeit dann eher bräunlich. Ausgewachsene Läuse werden 2 bis zu 4 Millimeter groß, die Larven (auch Nymphen genannt) gleichen eher einem Sandkorn mit winzigen Beinchen. Die sechs Beine verfügen über Klauen, mit denen sich die Kopfläuse gut im Haar bewegen können, ohne hinunter zu fallen. Um sich zu ernähren, benutzen sie einen Rüssel, den sie mit seiner Spitze problemlos durch die Kopfhaut stechen können.

 

Wie ernähren sich Kopfläuse?

 

Kopfläuse ernähren sich ausschließlich von Blut. Bekommen sie nach 2 bis 3 Tagen keine solche Nahrung, sterben sie. Daher kann man sich auch nicht mit Kopfläusen anstecken, wenn man mit Textilien in Kontakt kommt, die seit 3 Tagen nicht benutzt wurden. Alle 2 bis 4 Stunden braucht die Laus eine neue Mahlzeit und sticht wieder zu. Beim Stechen geben sie Speichel hinzu, der das Blut flüssig hält. Dieser Speichel ist es, der den Juckreiz auf der Kopfhaut hervorruft.

 

Der Entwicklungszyklus von Kopfläusen

 

Die Kopfläuse werden nur in ausgewachsem Zustand übertragen. Das heißt, zuerst gibt es nur die erwachsenen Läuse und die Weibchen beginnen, Eier zu legen. Die Eier werden seitlich an die Haare geklebt – gegen den Klebstoff, der dafür benutzt wird, hilft bislang kein Lösungsmittel. Nach frühestens 7 und spätestens 10 Tagen schlüpfen die kleinen Kopfläuse, die Larven oder Nymphen genannt werden. Dabei verlassen sie ihr schützendes Ei und lassen die Hülle auf der Kopfhaut zurück. Diese Hüllen sind oft das erste deutlich erkennbare Zeichen der Kopflaus, sie sind durchsichtig bis weiß und ähneln großen Schuppen. Vor allem in dunklen Haaren können diese Hüllen, die Nissen genannt werden, gut erkannt werden.

Die Larven häuten sich noch zwei mal, bis sie nach 7 bis 10 Tagen endgültig erwachsen sind. Sogleich beginnen die Tierchen, sich fortzupflanzen und die Weibchen legen bereits nach zwei weiteren Tagen die ersten Eier. Es werden am Tag bis zu 10 Eier gelegt. Die weiblichen Kopfläuse sterben unbehandelt nach etwa einem Monat ab. In dieser Zeit haben sie bis zu 300 Eier gelegt. Die Männchen dagegen überleben nur etwa 2 bis 3 Wochen.

 

Wie kommen Kopfläuse auf die Kopfhaut?

 

Kopfläuse bekommt man ausschließlich durch Ansteckung. Sie können auf Textilien, Stofftieren oder in Haarbürsten nur höchstens 3 Tage überleben, sodass eine Ansteckung auf diesem Wege eher selten ist. Am häufigsten geschieht die Übertragung durch "Kopf-an-Kopf" Kontakt, zum Beispiel beim Umarmen oder beim Schlafen im gleichen Bett. Zwar können die Kopfläuse weder fliegen noch springen, dafür sind sie aber recht schnell und können in Windeseile einen neuen Kopf besiedeln. 1, 2

 

1 Gesundheitsamt Wiesbaden, Wissenswertes über Kopflausbefall, 02/2009

2 http://www.pediculosis-gesellschaft.de, Zugriff: 05.03.2014

 

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