Der Lebenszyklus der Kopflaus

 

Die Kopflaus hat einen Lebenszyklus von bis zu einem Monat. So lange kann sie unter guten Bedingungen überleben. Insgesamt durchläuft sie dabei drei Entwicklungsstadien. Der Befall mit Kopfläusen geschieht immer durch erwachsene Läuse, denn nur diese sind so flink und beweglich, dass sie von einem auf den anderen Kopf gelangen können. Die Weibchen legen dann bereits nach kürzester Zeit Eier. Diese Eier werden Nissen genannt, wobei der Begriff auch für die leeren Eihüllen benutzt wird, die erst zum Beginn des zweiten Teil des Lebenszyklus der Kopflaus entstehen. Die Weibchen legen Eier nach dem Prinzip der Parthenogenese. Dabei handelt es sich um eine Form der Fortpflanzung, die keiner Befruchtung bedarf. Das heißt, dass die weiblichen Läuse Eier ohne das Zutun eines männlichen Artgenossen produzieren – 10 Nissen pro Tag.

 

 

Vom Ei bis zur Nymphe – Die Stadien im Lebenszyklus der Kopflaus

 

Direkt am Haaransatz werden die Eier mit einem Klebstoff befestigt, gegen den kein handelsübliches Lösungsmittel ankommt. Hier herrscht für die Eier, welche etwa 0,8 mm lang sind, ein optimales Klima, da die Nymphen gerade bei einer Temperatur von 34-36 °C hervorragend heranreifen können. Nach 7 bis 10 Tagen schlüpft die Larve, auch Nymphe genannt, welche dann bereits eine Größe von 2 mm besitzt.

Der Lebenszyklus der Kopflaus als Larve geht nach dem Schlüpfen in die nächste Phase. In der ersten Woche bleiben die Larven noch auf dem Kopf und können sich keinen neuen Wirt suchen – dafür sind sie noch zu langsam und zu unbeweglich. Nach 9 bis 11 Tagen sind sie dann so weit wie ihre großen Geschwister und Eltern und gelten als ausgewachsene Kopflaus. Sofort sind sie geschlechtsreif und beginnen, sich mit dem männlichen bzw. weiblichen Gegenstück zu paaren, bzw. auch ohne Paarung Eier zu produzieren. Dies gelingt in der Regel mühelos, sodass von den Weibchen bereits 2 Tage später das erste Ei gelegt wird. So beginnt ein neuer Lebenszyklus der Kopflaus. Durch den kurzen Lebenszyklus vermehren sich die Parasiten sehr schnell, was auch eine schnelle Verbreitung begünstigt.

 

 

Wie alt wird eine Kopflaus in ihrem Lebenszyklus?

 

Der Lebenszyklus der Kopflaus hängt von den Bedingungen ab, unter denen die Laus überleben muss. Die Lebenszeit der Kopflaus wird beispielsweise stark verkürzt, wenn sie keine Nahrung mehr bekommt. Steht kein Blut zur Verfügung, stirbt die Kopflaus nach spätestens 3 Tagen ab. Auch auf Textilien oder Gegenständen kann die Laus nicht länger als 3 Tage überleben. Für einen möglichst langen Lebenszyklus müssen ideale Bedingungen herrschen. Das bedeutet, dass bereits das Ei ein gutes Klima von 28°C bis 29°C benötigt, damit die Larve schlüpfen kann. Ist die Larve geschlüpft und kann alle 2 bis 4 Stunden neue Nahrung aufnehmen, ist dies das perfekte Umfeld für eine lange Lebenszeit. Die Kopflaus kann so bis zu einem Monat überleben, wobei die Männchen bereits nach spätestens 3 Wochen absterben.1

 

Lebenszyklus der Kopflaus

Interessanter Fakt zur Kopflaus:

 

Um ihren Lebenszyklus zu verlängern und das „Entlausen“ für den betroffenen Wirt möglichst schwierig zu machen, haben sich die Kopfläuse im Laufe ihrer Entwicklung ihrem Umfeld angepasst. Die Färbung des Panzers hängt mit der evolutionären Entwicklung des Parasiten zusammen. Durch eine Form der Mimese haben sich die unterschiedlichen Färbungen der Kopfläuse ergeben. Je nach vorwiegender Hautfarbe potentieller Wirte, in einer Region oder einem Land, haben sich die Läuse aus Gründen der Tarnung an die Hautpigmentierung angepasst. So kann man feststellen, dass Läuse in westlichen Regionen eher die weiß-gräuliche Panzerfärbung besitzen, in südlichen Ländern eher eine dunkle, bräunliche Färbung haben. So versuchen die parasitären Insekten die Entfernung und Bekämpfung für betroffene Personen möglichst schwer zu machen und den Lebenszyklus der Kopflaus somit verlängern.

 

1 Mall, Ilse: Kopfläuse erkennen, behandeln und vorbeugen, E-Book, 2013.

 

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