Mittel gegen Kopfläuse – Was hilft wirklich?

 

mittel bei kopflaeusenEs gibt so viele Mittel gegen Kopfläuse auf dem Markt, dass es schwierig ist, zu erkennen, welche von ihnen wirklich helfen. Am besten orientiert man sich an Mitteln, deren Wirksamkeit nachgewiesen worden ist. Einen solchen Nachweis führt das Umweltbundesamt durch, das eine sogenannte Entwesungsmittelliste erstellt hat, ansonsten kann man sich aber auch gut auf klinische Studien verlassen oder darauf achten, ob das Mittel gegen Kopfläuse als Arzneimittel zugelassen ist. Wer keine chemischen Produkte gegen Läuse nutzen möchte, kann sich aber auch auf mechanische Methoden verlassen. Diese können zwar helfen, sind jedoch leider nicht ganz so effektiv wie die "Chemiekeulen". Einen vollkommen sicheren Erfolg kann keines der Mittel gegen Kopfläuse versprechen, es gibt aber vor allem bei den geprüften Produkten klare Tendenzen, wie gut das Mittel wirkt.

 

Mechanische Mittel gegen Kopfläuse

 

Ein Klassiker unter den Mitteln gegen Kopfläuse ist der Läusekamm. Dieser darf im Grunde bei keiner der Behandlungsarten fehlen, denn nur mit ihm lässt sich der Behandlungserfolg feststellen. Da die Läuse im ausgewachsenen Zustand so klein und beweglich sind, sind sie mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Der Läusekamm wird am besten in nassem Haar zusammen mit einer Pflegespülung verwendet. Vom Scheitel bis zu den Spitzen wird nun Strähne für Strähne durchgekämmt. Wer völlig auf chemische Mittel gegen Kopfläuse verzichten will, kann auch so die Läuse beseitigen, allerdings braucht es dafür ziemlich viel Geduld und einige Wiederholungen. Am effektivsten ist die Anwendung des Kammes zusammen mit einem chemischen Mittel gegen Kopfläuse.

Früher wurde den Kindern häufig auch einfach der Kopf rasiert, denn ohne Haare kann auch keine Laus auf dem Kopf verbleiben. Wenn die Frisur des Kindes es zulässt und das Kind damit kein Problem hat, ist das natürlich die einfachste Methode, um Läuse zu bekämpfen. Oftmals würde eine solch radikale Maßnahme jedoch auf Widerstand stoßen, sodass man einen solchen Schritt gut überdenken muss.

 

Insektizide als Mittel gegen Kopfläuse

 

In der Apotheke bekommt man eine Menge chemischer bzw. insektizid wirkender Mittel gegen Kopfläuse. Insektizide Wirkstoffe, die derzeit behördlich geprüft und zugelassen sind, sind:

  • Allethrin,
  • Permethrin
  • und Pyrethrum.

Das Pyrethrumextrakt enthält den Wirkstoff der Chrysanthemen und hat den Vorteil, dass es völlig natürlich wirkt. Es greift in das Nervensystem der Läuse ein und tötet sie dadurch innerhalb von höchstens einer Stunde ab. Permethrin und Allethrin sind künstlich hergestellte Wirkstoffe, die als Mittel gegen Kopfläuse ähnlich wirken wie das Pyrethrumextrakt.

 

Medizinprodukte als Mittel gegen Kopfläuse

 

Das chemische Silikonöl Dimeticon, Sojaöl und Kokosöl sind Mittel, die zwar nicht als Arzneimittel, wohl aber als Medizinprodukte zugelassen sind. Sie sind inzwischen behördlich anerkannt und sind bei richtiger Anwendung nicht schädlich und auch für Kinder anwendbar. Die Wirkungsweise ist noch nicht bei allen Mitteln ganz klar – entweder, die Läuse werden durch das Öl erstickt, oder aber die im Kokosöl enthaltene Laurinsäure tötet die Läuse ab. Fakt ist, dass durch die physikalische (oder evtl. chemische) Reaktion die Läuse erfolgreich beseitigt werden können.

 Lausinator feuchtes auskaemmen

Sind Mittel gegen Kopfläuse auch wirklich unschädlich?

 

Die bisherigen Forschungen, die mit etwa 200 Millionen Menschen durchgeführt wurden, haben ergeben, dass eine bedenkliche Reaktion auf die Mittel gegen Kopfläuse nur sehr selten geschieht. Vorausgesetzt wird dabei aber, dass streng nach Packungsbeilage gehandelt wurde. Wichtig bei den Silikonölen ist, dass die Haare der behandelten Person nach der Anwendung stärker entflammbar ist. Daher sollte dringend Abstand zu allen Hitzequellen gehalten werden, solange die Wirkstoffe sich im Haar befinden.1

 

1 http://www.navigator-medizin.de/eltern_kind/die-wichtigsten-fragen-und-antworten-zu-kinderkrankheiten/hauterkrankungen-hautinfektionen-parasiten/laeuse Zugriff: 14.03.2014

 

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